Zwei Kampagnenteilnehmerinnen lachen miteinander an einer Brüstung über der Stadt.

LipöWAS?

… ist Lipödem eigentlich?

Nicht sichtbar.
Aber spürbar.

Wie fühlt sich
dein Schmerz an?

Wo es sitzt.
Wie es sich anfühlt.

Illustration einer Frau mit pinken Ärmeln und Strümpfen
  1. Druckschmerz

    Das gespannte Gewebe drückt auf Nervenbahnen. Eine Umarmung, die Tischkante oder die Blutdruckmanschette können wehtun.

  2. Schlankere Taille

    Der Oberkörper wirkt zwei Kleidergrößen kleiner als der Unterkörper. Genau diese Unstimmigkeit wird jahrelang übersehen.

  3. Beide Seiten

    Lipödem tritt meist symmetrisch auf: an beiden Beinen, bei etwa jeder dritten Betroffenen zusätzlich an beiden Armen.

  4. Knoten im Gewebe

    Im Stadium 1 fühlt sich das Gewebe an wie feine Kügelchen. Später werden daraus größere Knoten und verhärtete Stellen.

  5. Hände und Füße frei

    Über dem Knöchel endet das Volumen abrupt, der sogenannte Fettkragen. Hände und Füße bleiben schlank. Das unterscheidet Lipödem vom Lymphödem.

  6. Schweregefühl

    Die Beine fühlen sich schwer und gespannt an, abends und bei Wärme am stärksten. Viele beschreiben es wie Beton in den Schuhen.

  7. Kalte Haut

    Die betroffenen Areale sind oft kühler als der Rest des Körpers. Viele frieren an Beinen und Armen, auch im Sommer.

  8. Blaue Flecken

    Die feinen Gefäße sind durchlässig. Hämatome entstehen schon bei kleinstem Druck, oft ohne erinnerten Stoß.

Illustration Oberschenkel-Typ: Hüfte bis Knie pink markiert.Illustration Ganzbein-Typ: Hüfte bis Knöchel pink markiert.Illustration Unterschenkel-Typ: Knie bis Knöchel pink markiert.Illustration Oberarm-Typ: Schulter bis Ellenbogen pink markiert.Illustration Ganzarm-Typ: Schulter bis Handgelenk pink markiert.Illustration Unterarm-Typ: Ellenbogen bis Handgelenk pink markiert.

Beine

Arme

Keine Schuld.
Eine Veranlagung.

Hormonelle Umbrüche

Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre: In diesen Phasen zeigt sich das Lipödem meist zum ersten Mal oder nimmt spürbar zu.

Erbliche
Einflüsse

Viele erkennen die Beschwerden bei Mutter, Schwester oder Großmutter wieder. Welche Gene dahinterstehen, ist noch nicht geklärt.

Was nicht geklärt ist

Warum sich das Gewebe so verändert, ist noch nicht erforscht. Ernährung oder fehlende Disziplin lösen es nicht aus, und Abnehmen lässt es nicht verschwinden.

Schwarz-Weiß-Foto: ein Arm in flachgestrickter Kompression, die Hand auf einem Kompressionsteil, darunter Beine in Kompression.

Nicht heilbar.
Aber behandelbar.

Kompressionstherapie

Ein täglicher Begleiter, den man sich nicht ausgesucht hat – und der trotzdem dazugehört. Vom ersten Moment am Morgen bis fast zum letzten am Abend. Das Anziehen kostet Zeit und Kraft, im Sommer wird sie warm. Aber für viele macht sie dennoch einen Unterschied im Alltag.

Kompression kann helfen.
Weitere Behandlungen auch.

Lymphdrainage

Bei der manuellen Lymphdrainage wird das Gewebe mit speziellen, sanften Handgriffen behandelt. Das kann Spannungsgefühle und Schwellungen lindern – für viele eine wohltuende Ergänzung zur Kompression.

Bewegung

Es muss kein Hochleistungssport sein. Gelenkschonende Bewegung – besonders im Wasser – kann Beschwerden erleichtern und den Körper unterstützen. Wichtig ist vor allem: ein Maß finden, das sich gut anfühlt.

Liposuktion

Bei einer Liposuktion wird krankhaft verändertes Fettgewebe gezielt entfernt. Das kann Schmerzen und andere Beschwerden langfristig reduzieren. Ob der Eingriff infrage kommt, wird individuell ärztlich besprochen.